In weiter Ferne. So nah.

Eine Welt am Abgrund es herrscht Krieg. Chaos. Unsicherheit. Jeder ist seines nächsten Wolf und die Menschheit driftet ihrer vollständigen Auslöschung entgegen. Im Unklaren über Freund und Feind, über Gut und Böse ,verliert sich die Welt in einem Zustand allgegenwärtiger Absurdität und Gewalt und gibt vor dem Hintergrund dieses Hobbes'schen Naturzustandes die grundlegende Wahrheit über das Schicksal und dessen Bedeutung preis: Alles ist vom Menschen selbst gemacht.

Er ist es, der in seiner Größe und Überlegenheit die Natur und alles Irdische gegen sich aufbringt und am Ende seine eigene Vernichtung provoziert. Doch inmitten dieser Tristesse, wie eine zarte Blume, die dem Fatalismus entgegenwächst, gedeiht eine Liebe zwischen zwei Menschen, die dem Unheil vielleicht noch etwas und sei es nur ein Wort entgegenzusetzen vermag Joan und Todd. Joan selbst, ihre Lebensgeschichte, wird zum Mahnmal der Menschheit, zum Symbol einer sich dahinraffenden Welt. Hin und her geworfen zwischen Kindheitsängsten und Zukunfsthoffnungen, zwischen Familie (Harper) und Liebe (Todd), zwischen Agonie und Agitation, ist es Joan, die das Schicksal des Menschen in Worte zu fassen lernt: "Am Ende umspült einem das Wasser die Füße."

Drei Jahre nach der ursprünglich geplanten Premiere im März 2020, bringt die Gruppe um Regisseur Rico Großer ihre Interpretation dieses düsteren Stoffes mit viel Mut und Kreativität auf die Bühne. Neben den drei Akteur *innen ist es vor allem ein achtköpfiger Rhythmus und Bewegungschor, der jener Inszenierung ihren ganz eigenen Charakter verleiht. "Ich habe eine Form gesucht, den Gedanken, dass alles vom Menschen selbst gemacht ist, zu verbildlichen“, so Großer. "In diesem Chor habe ich die Möglichkeit dazu gefunden." So wird gekräht und gepfiffen, marschiert und rebelliert, geschrien und geflüstert, angegeben und stolziert. Mal wird der Chor zum interagierenden Mitspieler, mal ist er Bühnenbild, mal atmosphärestiftendes Element. Doch stets bettet er die drei Akteur*innen ein in die Unmöglichkeit dem Menschen zu entkommen.

Neben der Premiere am 17. März 2023 sind fünf weitere Aufführungen geplant (18.03.23, 31.03.23 ,01.04.23, 02.06.23, 03.06.23). Alle Aufführungen finden um 20:00 Uhr statt, mit Ausnahme jener im April, welche um 16 um 16:00 stattfinden wird. Aufführungsort ist das Thealozzi Bochum.

Weitere Informationen und einen Trailer gibt es unter: www.tom-theater.de

In weiter Ferne. So nah.

Präsentiert von: ToM

Fr.

31.03.2023

20:00 Uhr

Karten: 10,-

/ erm. 5,- |

im Thealozzi Theater

Kontakt: Kulturhaus Thealozzi, Tel.: 0234-17590

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