Ein Winter unterm Tisch von Roland Topor

Die Regisseure sehen in dem Kammerspiel eine Utopie aber schaffen mit dieser Inszenierung einen kleinen Zufluchtsort.

Mit "Ein Winter unterm Tisch" ist Roland Topor eine Glanzleistung eines Kammerspiels gelungen. Florence (Alice von Kalinowski) hat einen Untermieter – unter ihrem Tisch. Doch weder für den eingemieteten Dragomir (Michael Uhlig) noch für Florence ist das ein Problem. Ganz im Gegenteil: Unterm Tisch blüht das Leben. Und als dann auch noch Dragomirs Jugendfreund Gritzka (Mark Jankowski) unter dem Möbelstück einzieht, ist das Glück perfekt. Nur Florence‘ Freundin Raymonde (Sam Gloeckner) und der Verleger Marcel (Peter Reidegeld) trauen der Sache nicht und versuchen, die traute Dreisamkeit aufzulösen. „Wie Topor die Figuren geschrieben hat, hat uns direkt beim ersten Lesen in seinen Bann gezogen“, sagt Regisseur Rico Großer. Denn was auf den ersten Blick nach Karikaturen aussieht, birgt beim genauen Nachlesen eine erstaunliche Tiefe.

Ein Herzensprojekt
Es ist das erste Mal seit 2017, dass die beiden ToM-Gründer gemeinsam inszenieren. Für die wesentliche Probenzeit – eine Woche Intensivproben – haben sie sich extra Urlaub genommen. „Im Berufsleben arbeiten wir in der Regel mit Auftraggebern zusammen, die ein klares Ziel haben. Bei ToM können wir uns die Freiheit nehmen, einfach etwas aus der Freude des Schaffens heraus zu produzieren“, sagt Regisseur Nathanael Ullmann. Das sei die Woche Urlaub wert. Entsprechend ist auch das Inszenierungskonzept der Produktion. In Topors Vorlage sind viele herausfordernde Themen angelegt: Wohnungsnot, Zuwanderung, Machtmissbrauch. Um all das machen die beiden Regisseure einen Bogen.

Magie unterm Tisch
Vielmehr interessiert sie die Utopie, die sich in der Welt unterm Tisch verbirgt. Steckt die eigentliche Magie nicht im Kleinen, Unperfekten, fragt die Inszenierung. Dem kargen, unwirtlichen Äußeren steht dieser kleine Sehnsuchtsort gegenüber – inklusive schwebender Tischplatte. „Wir wollen einen magischen Ort schaffen“, erklärt Ullmann. Kontrastprogramm zu all den Krisen also, die die Welt derzeit bewegen. Ein bisschen heile Welt, ohne in das Plumpe abzudriften. Das soll "Ein Winter unterm Tisch" ab September werden. Großer: „Das wird ein echtes cozy play!“

„Ein Winter unterm Tisch“ feiert am 11. September 2026 um 20 Uhr seine Premiere. Weitere Aufführungen sind am 12. September, 25. September, 2. Oktober, 9. Oktober und 10. Oktober, jeweils um 20 Uhr. Die Aufführungen finden im Thealozzi, Pestalozzistraße 21, 44793 Bochum statt.

Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Reservierung unter reservierung@tomtheater.de (oder über das Formular am Ende dieser Seite.)

Infokasten: Der Verein ToM und die nächsten Aufführungen
- ToM – das Theater ohne Mittel – wurde vor 2012 Jahren als studentische Theatergruppe gegründet. Mittlerweile haben in dem Bürgertheaterprojekt zahlreiche Theaterschaffende aus verschiedenen Generationen ihr Zuhause gefunden.
- Der Verein verbindet Amateur:innen-Theater mit professioneller Ästhetik. Profis arbeiten hier ehrenamtlich mit Bürger:innen zusammen.
- Nach den Aufführungen von "Ein Winter unterm Tisch" geht es direkt weiter. Am 22. Januar 2027 zeigt das Theater "Das Maß der Dinge" von Neil LaBute in der Regie von Marius Herbich.

Premiere:
Fr. 11.09.2026, 20:00 Uhr

Weitere Termine:

Sa. 12.09.2026, 20:00 Uhr
Fr.  25.09.2026, 20:00 Uhr
Fr.  02.10.2026, 20:00 Uhr
Fr.  09.10.2026, 20:00 Uhr
Sa. 10.10.2026, 20:00 Uhr

Presseinformation
Sie wünschen weitere Infos und Fotomaterial oder würden gerne bei einer der Aufführungen vorbeikommen? Wir sind gerne für Sie da! Sie erreichen uns jederzeit telefonisch unter 0176/40577340 oder unter oeffentlichkeitsarbeit@tom-theater.de. Ansprechpersonen sind Vanessa Keller und Nathanael Ullmann. www.tom-theater.de.

Ein Winter unterm Tisch von Roland Topor

Präsentiert von: ToM

Sa.

12.09.2026

20:00 Uhr

Karten: 10,-

/ erm. 5,- |

im Thealozzi Theater

Kontakt: Kulturhaus Thealozzi, Tel.: 0234-17590

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Reservierung

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