Thealozzi-Termine im

Pressebericht:

tatort jazz schulesemble am 14.03.2010

Ruhrnachrichten am 17.03.2010

tatort jazz schulaufführung

vorpremiere-und hallo Kinder Sommerfest am 25.07.2010

Ruhrnachrichten am 27.07.2010

rn_27_07_2010

tatort jazz am 15.09.2010

Eine Offenbarung weit vom Kitsch entfernt

20.09.2010 / Lokales / WAZ Bochum/Autor: Nina Schröder

Nachdem Tatort Jazz auf dem Bochumer Musiksommer für Stimmung gesorgt hat, hat jetzt die Tatort Jazz-Saison im Thealozzi wieder begonnen - und sorgte direkt für einen grandiosen Einstieg.

Der Gastmusiker Thomas Käseberg präsentierte raffinierte Jazzmusik. „Ich bin zum ersten Mal hier und bin echt begeistert,“ so der Saxophonist, der sich gerne von Jazzern wie Michael Brecker, Jan Garbarek und Charles Mingus inspirieren lässt.

Der Saxophonist aber selbst sehr überrascht über Alex Morseys Obertongesang in Käsebergs modaler Komposition „Dingens“, der Kontrabassist ist für seine persönliche Note bekannt und sehr beliebt.

Der warmer Saxophonsound des Duisburger Saxophonisten kommt sehr gut an. Mit den Stücken, die der Gastmusiker mitgebracht hatte,

beweist er seine Vorliebe für Feinheiten der Jazzharmonik. In seinen Improvisationen waren es vor allem die gekonnte Phrasierung und ein wunderschönem Sound, die überzeugten.

Ob in meist sehr groovigen Eigenkompositionen wie „Uc“ oder Eddie Harris’ „Cold duck time“, immer war der Saxophonist punktgenau und überzeugend.

Zum Dahinschmelzen das wunderschöne „The Nearness of you“ - eine wahre Offenbarung und trotzdem weit vom Kitsch entfernt. Für eine Jazzbearbeitung von dem Beatles-Song „Norwegian wood“ nahm Käseberg das Sopransaxophon in die Hand. Und mit ein paar Jazzharmoniken und sehr inspirierten Improvisationen vollzieht das Stück eine Gratwanderung. Riesenapplaus für die Musiker!

Ein erfolgreicher Start und eine zufriedene Organisatorin Milli Häuser, die den Tatort Jazz für das Jahr 2010 gesichert hat.

tatort jazz am 29.09.2010

Sumpfig wie das Land am Mississippi

02.10.2010 / Lokales / Waz Bochum/Autor: Nina Schröder

Ein US-Gitarrist mit Wahlheimat Essen begeisterte beim „Tatort Jazz“: direkt in die Herzen der Zuhörer spielte sich David DeGroat. Sehr atmosphärisch klang sein Spiel auf der halbakustischen Gitarre.

„It ain’t necessarily so“ und „Nice work if you can get it“ verarbeitete DeGroat zu einem Gershwin-Medley. Alex Morsey am Bass zupft dazu einen soliden Groove. Sehr amerikanisch, man könnte fast sagen Broadway-Stil. In dieser schmalen Besetzung finden die Zuhörer etwas Zeit zu verschnaufen. Denn zum größten Teil ist DeGroats Konzert auf Tempo angelegt. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man nicht mit allen Musikern der Band bekannt ist. Aber das gehört eben zum Prinzip von „Tatort Jazz“.

Mit seinen Up-beat Stücken springt DeGroat direkt ins kalte Wasser, sein schneller Swing ist sehr packend. Da ist es kein Wunder, dass der Gitarrist nach eigenen Angaben besonders von Wes Montgomery und George Benson inspiriert wurde – beides technisch meisterhafte Gitarristen. Indes umspielt Pianist Martin Scholz das präzise Spiel des DeGroat so markant, dass kein Zweifel ist: Hier kennt jemand wohl sämtliche alten Jazzplatten.

DeGroat spielt Horace Silvers „Sister Sadie”, und klingt in seinen Improvisationen sehr beboppig. Ein Handwerker an der Gitarre, der eine ganz bestimmte Blues-Atmosphäre erschafft.

Doch auch Eigenkompositionen wie „Homework“ passen sich gut ein. „Das habe ich komponiert, als ich den Dachboden ausgebaut habe. Aber die Komposition hat nicht so lange wie der Dachboden gedauert”, schmunzelt er. Und schon klingt es wieder nach Bebop, und das so aus einem Guss, dass das Ganze wohl mit einem Ärmelschütteln hinausfallen würde. Drummer Uwe Kellerhoff schlägt einen markanten, sumpfigen Groove, genau so, wie es eine Marching Band in der Gegend am Mississippi tun würde. „Homework” förderte etwas zu Tage, was DeGroat offenbar einmal besonders beeindruckt hat.

Und wenn zum Schluss die „Tatort Jazz“-Band mit dem Gastgitarristen ein wunderschöne Ballade zum Besten gibt, findet Veranstalterin Milli Häuser das einfach „zum „Verlieben”. Tatsächlich brachten diese Musiker ihr Publikum „In a sentimental mood”.